Beiträge

Ein Heim der Hitlerjugend für Tütz

Ein gescheitertes Projekt und seine Hintergründe – Teil 1

Siegel der Stadt Tütz

Teil ➊ ▶︎Seit 1936 bestanden Pläne, in der Kleinstadt Tütz (heute Tuczno in Polen) ein Heim der Hitlerjugend zu errichten. Der nachfolgende Arbeit, die in polnischer Sprache erstmalig im Jahr 2024 unter dem Titel »Dom Hitlerowskiej Młodzieży w Tucznie« im Band II des Jahrbuchs »Wałeckie Zeszyty Muzealne« erschien, berichtet anhand überlieferter Akten von dem Projekt. Der vorliegende zweite Teil behandelt die Entwicklung bis 1938.

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Heinrich von der Goltz – Starost von Wałcz

Die »Real-Zeitung«, die Johann Gottfried Groß (1703-1786) von 1741 an in Erlangen (und teilweise Augsburg) herausgab, war eine der bekanntesten deutschsprachigen Zeitungen der Zeit. Mit einem unterhaltsamen Mix aus Nachrichten, Kommentaren und Anekdoten erreichte die »Real-Zeitung« zeitweilig die beachtliche Auflage von 18.000 Exemplaren. Wie in Zeitungen damals üblich, brachte Groß auch Nachrufe auf bekannte verstorbene Persönlichkeiten. So gedachte er in der Nummer 39 vom 15. Mai 1765 dem Starosten Heinrich von der Goltz in Wałcz:

Polen. Im April starb der Starost von Walcz oder Krone, in Groß-Pohlen, Heinrich von Goltz, in einem 80.jährigen Alter.

Er war der einige Pohlnische Edelmann Protestantischer Religion, der noch eine Starostey mit Jurisdiction besaß, weil er solche schon vor 1717. hatte, da die Constitiution gemacht wurde, daß kein Protestant mehr Sitz und Stimme auf den Reichs- und Land-Tagen, noch das Recht Landbothe zu werden, oder andere Reichs-Chargen und Starosteyen mit Gerichtsbarkeit haben sollte.

Unter den Kindern dieses Herrn ist sonderlich der Polnische General-Lieutenant, welcher ehehin Gesandter am Königl. Preußischen Hofe gewesen, dann der General-Major bekannt, davon jener zwar die Starostey von Tuchel, dieser aber die von Graudenz besitzet, jedoch beede ohne Gerichtsbarkeit.

Real-Zeitung. Num. 39. Erlang, den 15. May. 1765., Seite 309-310.1Digitalisat der Bayrischen Staatsbibliothek, http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10541337-6.
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Anmerkungen

Die Apotheke in Tütz 1830-1945

Geschichte einer Apotheke – Teil 3

Apothekenstempel

Teil ❸ ▶︎ Seit 1830 bestand in der Kleinstadt Tütz (heute Tuczno in Polen) eine preußische Apotheke. Von deren Geschichte und ihren oft wechselnden Besitzern berichtet der folgende Beitrag, der erstmals im Jahr 2023 in polnischer Sprache in der Aufsatzsammlung »Z kart historii Tuczna i okolic« erschien. Der vorliegende dritten Teil behandelt die Jahre zwischen 1919 und 1945.

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Die Apotheke in Tütz 1830-1945

Geschichte einer Apotheke – Teil 2

Apothekenstempel

Teil ❷ ▶︎ Seit 1830 bestand in der Kleinstadt Tütz (heute Tuczno in Polen) eine preußische Apotheke. Von deren Geschichte und ihren oft wechselnden Besitzern berichtet der folgende Beitrag, der erstmals im Jahr 2023 in polnischer Sprache in der Aufsatzsammlung »Z kart historii Tuczna i okolic« erschien. Der vorliegende zweiten Teil beginnt mit der Übernahme der Apotheke durch Albert Julius Kempe im April 1890.

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Die Apotheke in Tütz 1830-1945

Geschichte einer Apotheke – Teil 1

Apothekenstempel

Teil ❶ ▶︎ Seit 1830 bestand in der Kleinstadt Tütz (heute Tuczno in Polen) eine preußische Apotheke. Von deren Geschichte und ihren oft wechselnden Besitzern berichtet der folgende Beitrag, der erstmals im Jahr 2023 in polnischer Sprache in der Aufsatzsammlung »Z kart historii Tuczna i okolic« erschien. Im vorliegenden ersten Teil wird die Zeit bis ins Jahr 1890 behandelt.

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Ryszard Walczak und Alois Rump

Ein Brief aus dem Jahr 1986

Der Nachlass von Alois Rump (1927-1994)1Heute im Besitz von Ursula Koltermann, Overath, der ich für die Einsicht danke. enthält einen Brief aus dem Jahr 1986, den ich im Folgenden ungekürzt wiedergebe. Verfasser und Absender ist der polnische Historiker Dr. Ryszard Walczak (1931-1989), der ihn bei einem Studienaufenthalt in Westberlin in deutscher Sprache auf einer Schreibmaschine tippte.

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Anmerkungen

  • 1
    Heute im Besitz von Ursula Koltermann, Overath, der ich für die Einsicht danke. ↩︎

Eine Reise im Jahr 1784

Im Jahr 1772 annektierte der preußische König Friedrich Ⅱ. mit dem Netzedistrikt und Teilen Pomerellens auch das Deutsch Kroner Land. Zwölf Jahre später bereiste Karl Heinrich Oesterlein (1758-1816) die neu erworbenen Gebiete und berichtete darüber in empfindsamen Briefen an seinen Studienfreund Friedrich Gustav von Schlicht (1758-1832), der sich in Halle auf die juristische Laufbahn vorbereitete. Wie Schlicht trat auch Oesterlein später in den preußischen Staatsdienst ein und wurde zunächst Gerichtssekretär in Riga, dann Kanzleidirektor in seiner Vaterstadt Berlin.

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Edwin Landau (1890-1975)

Ein »Jecke« aus Deutsch Krone – Teil 1

Edwin Landau

Teil ❶ ▶︎ Edwin Landau wuchs in einer alteingesessenen jüdischen Familie in Deutsch Krone auf, verließ seine Heimatstadt aber 1934, um den Verfolgungen der Nazizeit zu entkommen. 1940 verfasste er in Palästina einen Bericht über sein »Leben vor und nach Hitler«. Im ersten Teil dieser Arbeit, die in polnischer Sprache erstmals 2023 in Nummer 14 der »Studia i materiały do dziejów ziemi wałeckiej« erschien, wird seine Herkunft und seine Biografie bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs behandelt. Der zweite Teil des Aufsatzes ist hier zu finden.

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Edwin Landau (1890-1975)

Ein »Jecke« aus Deutsch Krone – Teil 2

Edwin Landau

Teil ❷ ▶︎ Edwin Landau wuchs in einer alteingesessenen jüdischen Familie in Deutsch Krone auf, verließ seine Heimatstadt aber 1934, um den Verfolgungen der Nazizeit zu entkommen. 1940 verfasste er in Palästina einen Bericht über sein »Leben vor und nach Hitler«. Im zweiten Teil dieser Arbeit, die in polnischer Sprache erstmals 2023 in Nummer 14 der »Studia i materiały do dziejów ziemi wałeckiej« erschien, wird seine seine Biografie ab dem Jahr 1914 behandelt. Der erste Teil des Aufsatzes ist hier zu finden.

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Als Tütz brannte …

Die evangelische Kirche von Tütz

Teil ❷ ► Am Bartholomäustag des Jahres 1834 brannte die Stadt Tütz/Tuczno nahezu vollständig ab. Der zweite Teil des Aufsatzes thematisiert den Wiederaufbau der Stadt, der weitgehend vom preußischen Staat geplant und finanziert wurde. Erläutert werden auch die Veränderungen in der Sozialstruktur, die Brand und Wiederaufbau Veränderungen herbeiführten. Der erste Teil dieser Beitrags ist hier zu finden.

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