Garms, Borkowski und die anderen

Titelseite der Zeitung Der Herold

Teil ❶ ▶︎ Bücher und Zeitungen prägten im 19. und 20. Jahrhundert auch im Kreis Deutsch Krone das gesellschaftliche Leben. Der folgende Aufsatz, der zuerst 2025 in polnischer Sprache in den »Wałeckie Zeszyty Muzealne« (Band 3) erschien, berichtet von den Buchhändlern, Buchdruckern und Buch- und Zeitungsverlegern, die bis 1945 in der Stadt Deutsch Krone (heute Wałcz) wirkten und lebten. Der erste Teil schildert die Entwicklung von den Anfängen bis ins Jahr 1877.

Buchhändler und Verleger in Deutsch Krone 1833-1945

I. Die Anfänge

In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts vervielfachte sich die Produktion und der Absatz von Büchern und anderen Druckwerken in fast allen Ländern Europas.1Die Zahl der Neuerscheinungen stieg in Deutschland von 2529 (1814) auf 8737 (1850), in Frankreich von 2126 (1817) auf 7208 (1850) und in England von 842 (1828) auf 4400 (1850). Buchhandel. In: Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände, Band 3, Leipzig 1851¹⁰, S. 394. Ein Grund dafür waren technische Erfindungen, die den Druckvorgang beschleunigten und verbilligten. Ein anderer war das wachsende Bildungsniveau der Bevölkerung, das mit einer Zunahme der Lesefähigkeit einherging. Waren um 1800 nur 25 Prozent der Europäer in der Lage, einen längeren Text zu rezipieren, so stieg dieser Wert auf rund 40 Prozent im Jahr 1840 an.2R. Schenda: Volk ohne Buch. Studien zur Sozialgeschichte der populären Lesestoffe 1770-1900, Frankfurt/Main 1988³, S. 444 f.

Die erste Buchhandlung in Deutsch Krone [heute: Wałcz] entstand im August 1838 als Zweiggeschäft der zeitgleich gegründeten Buchhandlung »Schulz & Volger« in Landsberg an der Warthe [heute: Gorzów Wielkopolski].3Als Gründungsdatum wird im Allgemeinen Adressbuch für den Deutschen Buchhandel, 33. Jahrgang, Leipzig 1871, S. 84 der 15. August 1838 genannt. Eine Anzeige im »Börsenblatt für den deutschen Buchhandel«, das der »Verein der Buchhändler« seit 1833 in Leipzig veröffentlichte, wies im September 1838 auf die Gründung hin:

»[W]ir [zeigen] hiermit nochmals ganz ergebenst an, daß wir mit dem heutigen Tage hier in Landsberg a/W. eine Buch-, Kunst-, Musikalien- und Landkarten-Handlung, so wie ein Schreibmaterial-Waaren-Geschäft eröffnet, und damit eine Commandite in der Stadt Deutsch-Crone verbunden haben […]«4Anzeige. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel [Hrsg. von den Deputirten des Vereins der Buchhändler in Leipzig, Nr. 79 vom 4.09.1838, Spalte 1815. – Im Folgenden zitiert als Börsenblatt mit Nummer, Datum und Spalten- bzw. Seitenzählung.

Die Filiale in Deutsch Krone leitete der Buchdrucker Wilhelm Schulz (1789-1843), der eine markante Unternehmerpersönlichkeit der damaligen Zeit war. Der aus Berlin stammende Schulz gründete 1819 eine erste Druckerei in Landberg an der Warthe, verlegte dort seit 1820 das »Neumärkische Wochenblatt« und dehnte den Geschäftsbetrieb bald nach Meseritz [heute: Międzyrzecz] und Friedeberg [heute: Strzelce Krajeńskie] aus.5G. Eichhorn: Geschichte des Zeitungswesens im deutschen Ostraum zwischen Frankfurt a. O. und Danzig, Dresden 1939, S. 53 ff. Im Jahr 1838 tat er sich in Landsberg mit dem Buchhändler und Schriftsteller Friedrich Volger (1813-1886) zusammen und übersiedelte in der Folge nach Deutsch Krone. Dort hatte er schon zuvor eine Druckerei gegründet, um das »Kreisblatt« des preußischen Landratsamts – es erschien seit 18356Kreisblatt des Königl. Preussischen Landraths-Amtes zu Deutsch-Crone. In: https://zdb-katalog.de/title.xhtml?idn=016409590, besucht am 14.01.2025. – zu drucken. Als offizielles Organ diente das »Kreisblatt« vornehmlich zur Veröffentlichung von Gesetzen, Verordnungen und Bekanntmachungen, enthielt aber auch bezahlte Inserate. Die Dorfschulzen, Magistrate und Pfarrämter des Kreises waren zum Bezug verpflichtet.

Schulz’ Tätigkeit in Deutsch Krone ist gut dokumentiert. Im Mai 1839 verlegte er von dort aus unter der Verlagsangabe »Schulz & Volger« ein »Gemeinnütziges Vieharznei-Büchlein für den Landmann«,7Verzeichniß der im deutschen Buchhandel erschienen Neuigkeiten. In: Börsenblatt, Nr. 51 vom 28.05.1839, Spalte 1088. das drei Druckbogen (48 Seiten) stark war und 5 Silbergroschen kostete.8Allgemeines Deutsches Bücher-Lexikon [Hrsg.: O. A. Schulz], Band 2, Leipzig 1849, S. 405. Es handelte sich um den Nachdruck eines bereits 1764 erschienenen Titels. Ein Jahr später brachte er wiederum im Verlag »Schulz & Volger« zwei religiöse Traktate zur »Leidensgeschichte unsers Herren und Heilands Jesu Christi« heraus.9Allgemeine Bibliographie für Deutschland, 5. Jahrgang, Nr. 33, Leipzig, 14.08.1840, S. 439 u. 5. Jahrgang, Nr. 37, Leipzig, 11.09.1840, S. 525. Im Sommer 1839 bzw. Sommer 1840 druckte Schulz die Programme des königlichen Progymnasiums der Stadt,10Zu der öffentlichen Prüfung aller Klassen des Königl. Progymnasiums zu Deutsch-Crone …, Deutsch Crone 1839 u. Jahresbericht über das Königl. Progymnasium in Dt. Crone, Deutsch Crone 1840. die bis heute in mehreren Bibliotheken vorliegen. Seit Juli 1839 verlegte er das Wochenblatt »Der Herold«, das zwar in Deutsch Krone erschien, aber zugleich für die benachbarten preußischen Landkreise Chodziesen [heute: Chodzież], Czarnikau [Czarnków], Flatow [Złotów], Neu-Stettin [Szczecinek] und Dramburg [Drawsko Pomorskie] gedacht war. Wegen der preußischen Zensur musste sich »Der Herold« auf unterhaltsame und belehrende Inhalte beschränken, hatte jedoch das unbestreitbare Verdienst, erstmalig die Regionalgeschichte Bocheńskis in deutscher Übersetzung zu publizieren.11[I. Bocheński]: Historische Notiz über die Vorzeit des Dt. Croner- und des Netz-Districts. In: Der Herold, 2. Jahrgang, Nr. 4 vom 25.01.1840 bis Nr. 36 vom 5.09.1840.

Titelseite des ersten Programms des Gymnasiums in Deutsch Krone aus dem Jahr 1839.

Zum 1. März 1840 verkaufte Wilhelm Schulz seinen Anteil an der Buchhandlung »Schulz & Volger« in Landsberg an den Buchhändler Heinrich Klein12Vermischte Anzeigen. In: Börsenblatt, Nr. 25 vom 27.03.1840, Spalte 638. und übernahm dafür das Zweiggeschäft in Deutsch Krone als alleiniges Eigentum.13Verzeichnis der Sammlungen des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Teil Ⅱ, Leipzig 1897, S. 512. Vermutlich im Spätsommer 1840 veräußerte er dieses Geschäft an den Buchdrucker Peter Garms, der im September des Jahres die Wochenzeitschrift »Der Herold« einstellte.14Als Übergabedatum an Garms wird im Allgemeinen Adressbuch für den Deutschen Buchhandel, 33. Jahrgang, Leipzig 1871, S. 84 der 1. April 1840 genannt, aber der Jahresbericht über das Königl. Progymnasium in Dt. Crone für 1840 wurde noch bei W. Schultz gedruckt. Ist diesem ist die Schulchronik bis 10. September 1840 enthalten. Aus welchen Gründen Schulz sich im Alter von 51 Jahren aus dem Geschäft zurückzog, ist nicht festzustellen.

II. Peter Garms

Der neue Eigentümer Peter August Garms wurde am 21. Februar 1813 im Kreis Steinburg in Holstein geboren.15T. Clark: Stammbaum Peter Augustus Garms. In: https://www.ancestry.de/family-tree/person/tree/170074590/person/382205321690/facts, besucht am 14.01.2025. Er war evangelischer Konfession und heiratete im Juni 1840 in Dramburg die Gastwirtstochter Henriette Friedericke Kersten (1817-1863). Sein Aufenthalt in Deutsch Krone ist vom November des Jahres ab belegt.16Anzeige der Witwe Kersten aus Dramburg. In: Öffentlicher Anzeiger zum Amtsblatt der Königl. Regierung zu Cöslin, Jahrgang 25, Nr. 46 vom 18.11.1840 S. 344. Von Schulz übernahm Garms den Druck des »Kreisblatts«17Deutscher Zeitungs-Katalog, Leipzig 1845, S. 83. Die Auflage des Kreisblattes wird dort mit 215 Exemplaren angegeben. sowie der jährlichen Programme des Gymnasiums. Anders als Schulz war Garms jedoch nicht nur als Drucker, Buchhändler und Verleger tätig, sondern zudem als Versicherungsmakler18Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft. In: Beilage zum öffentlichen Anzeiger des Amtsblatts [der königl. Regierung zu Marienwerder], Nr. 46 vom 17.11.1847, S. 587 f. und Güteragent19Rittergüter. In: Öffentlicher Anzeiger zum Amtsblatt der Königl. Regierung zu Cöslin, Nr. 38 vom 17.09.1851, S. 605. Aus seiner verlegerischen Tätigkeit lassen sich folgende Titel nachweisen:

  • F. W. Fricke: Über die Drehkrankheit der Schafe. Deutsch-Crone 1844;20J. P. Thun: Verzeichniß neuer Bücher, 2. Jahrgang, erste Hälfte, Landshut 1844, S. 64.
  • J. Czerski: Sendschreiben an alle christlich-apostolisch-katholischen Gemeinden. Deutsch-Crone 1845;21Rezension in Evangelische Kirchen-Zeitung, Nr. 64, Berlin, den 9.08.1845, Spalte 601-605.
  • J. C. Ikker: Frühlings-Gruß an Preußens Deputirten-Kammern. Ein Naturgedicht, in patriotischer Gesinung den hohen Kammern ehrfurchtsvoll gewidmet. Deutsch-Crone 1849;22Tagesliteratur. In: Blätter für literarische Unterhaltung, Nr. 110, Leipzig, den 8.05.1849, S. 440.
  • K. F. E. Trahndorff: Das usprüngliche Recht, nicht als philosophische Hypothese, sondern seiner Wahrheit nach erörtert. Deutsch-Crone 1849.23Online unter https://books.google.pl/books?id=teJLAAAAcAAJ, aufgerufen am 12.01.2024.

Der letztgenannte Titel – verfasst vom Berliner Schullehrer Karl Friedrich Eusebius Trahndorff (1782-1863) – erklärte die Monarchie zum »irdischen Höhepunkt der Wahrheit« und warnte vor Demokratie, Republik und »Communismus«.24Ebenda, S. 18 f. Vermutlich spiegelte der Inhalt der 28-seitigen Broschüre auch die konservative Gesinnung ihres Verlegers Garms wider. Dieser spendete jedenfalls im September 1848 dem preußischen Kriegsministerium eine kleine Geldsumme zur Unterstützung von Soldaten, die bei den Kämpfen gegen die Revolution in Berlin und Posen Verwundungen davongetragen hatten.25Königlich Privilegirte Berlinische Zeitung, Nr. 220 vom 21.09.1848, 1. Beilage, S. [3].

Titelseite von Thrandorffs Broschüre über das »ursprüngliche Recht« (1849)

Ab Januar 1843 gab Garms in seinem Verlag die Wochenschrift »Stadt- und Landbote« heraus, die als »gemeinnütziges Unterhaltungsblatt« für die Einwohner der Landkreise Deutsch Krone, Chodziesen, Czarnikau und Flatow gedacht war. Das Blatt erreichte bis 1848 lediglich eine Auflage von 200 Exemplaren26Deutscher Zeitungs-Katalog, Leipzig 1848, S. 85. und wurde in den 1850er Jahren wieder eingestellt.27Bei H. Engler: Übersicht der gelesensten Zeitungen und Lokalblätter des In- und Auslandes, Leipzig [1864] wird für den Verlagsort Deutsch-Crone allein das Kreisblatt mit einer Auflage von 250 Exemplaren aufgeführt.

Titelseite des Unterhaltungsblatt »Stadt- und Landbote« (1848)

Bei seinen verlegerischen und buchhändlerischen Aktivitäten arbeite Garms weiterhin eng mit der Firma »Volger & Klein« in Landsberg zusammen. Das Landsberger Unternehmen, das sich inzwischen im Alleinbesitz von Eduard Volger (1847-1914) befand und über Filialen in Meseritz und Driesen [heute: Drezdenko] verfügte, wickelte den Anzeigenverkauf für das »Kreisblatt« und den »Stadt- und Landboten« sowie die Bestellungen und die Verlagsauslieferung für die Buchhandlung in Deutsch Krone ab.28O. A. Schulz: Allgemeines Adressbuch für den Deutschen Buchhandel, Leipzig 1852, S. 187. Die enge Bindung an Landsberg war vermutlich den schlechten Wegverhältnissen der damaligen Zeit geschuldet; die damit verbundene Abhängigkeit lässt jedoch auf das niedrige Niveau des Buchhandels in Deutsch Krone schließen.

Wichtigste Einkommensquelle der Garm’schen Unternehmung war gewiss die Druckerei, die hauptsächlich von öffentlichen Aufträgen lebte. Im März 1851 wandte sich Garms an das preußische Abgeordnetenhaus, um gegen die Bevorzugung der Kanter’schen Hofdruckerei in Marienwerder [heute: Kwidzyn] bei der Auftragsvergabe zu klagen. Der Betrieb von Kanter besaß seit dem 10. Dezember 1772 ein Privileg für alle Gerichtsdrucksachen im Regierungsbezirk Marienwerder, das König Friedrich Wilhelm Ⅲ. im Jahr 1831 bestätigt hatte. Garms beschwerte sich nun, dass »durch die Bevorzugung der Kanter’schen Buchdruckerei ihm […] die Mittel zu seiner Existenz […] entzogen würden«.29Journal Ⅱ. 355. In: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der durch die Allerhöchste Verordnung vom 2. November 1850 einberufenen Kammern. Zweite Kammer, Band 4, Berlin 1851, S. 871. Dort auch die folgenden Zitate. Er führte aus, er könnte in seiner Druckerei »die Druckformulare zu denselben Preisen, in derselben Form, Qualität und Korrektheit« liefern wie Kanter, dürfe es aber nicht. Seine Eingabe blieb wirkungslos: Die Majorität des Abgeordnetenhauses lehnte die Petition ab, weil es der Kammer nicht zustehe, »sich in Verwaltungs-Angelegenheiten des Justizministerium einzumischen«.

Im Dezember 1852 wurde Garms zum Beigeordneten des Magistrats von Deutsch Krone bestellt. Er folgte dabei auf den Rechtsanwalt Anton Kloer (1810-1886), der sein Mandat niedergelegt hatte.30Personalchronik. In: Amtsblatt der königl. Regierung zu Marienwerder, Nr. 1 vom 5.01.1853, S. 4. Von den jährlich erscheinenden Programmen des Gymnasiums abgesehen, ist aus den 1850er Jahren nur eine bei Garms erschienene Druckschrift nachweisbar: »Zwei Reden, gehalten bei der Einweihung der neuen Synagoge zu Schloppe« [heute: Człopa] des Rabbiners Joseph Neustadt (1815-1861), veröffentlicht im Jahr 1856.31M. Kreutzberger: Leo Baeck Institute New York, Bibliothek und Archiv, Katalog, Band 1, Tübingen 1970, S. 251.

Mit einer Anzeige im »Börsenblatt des Deutschen Buchhandels« kündigte Garms im November 1868 die Trennung von der Firma »Volger und Klein«an. Bislang habe er den Bedarf der von ihm »vor ca. 30 Jahren an hiesigem Platze« begründeten Buchhandlung, »verbunden mit Leihbibliothek, Schreibmaterialienhandlung und Buchdruckerei […], grösstenteils aus zweiter Hand« über Landsberg bezogen, nun aber werde er sich »mit dem Gesammtbuchhandel in directe Verbindung setzen«.32Anzeige. In: Börsenblatt, Nr. 268 vom 18.11.1868, Seite 3229. Dort auch das folgende Zitat.

»Dt. Crone, eine Stadt mit ca. 7000 Einwohnern, katholischem Gymnasium und Töchterschule, ist Sitz sämmtlicher Kreisbehörden und hat eine sehr wohlhabende Umgebung. […] Mit den erforderlichen pecuniären Mitteln versehen, um das Geschäft schwunghaft zu betreiben, […] ergeht meine ganz ergebenste Bitte an Sie: mir geneigtest Conto gewähren und meine Firma auf Ihre Auslieferungsliste setzen zu wollen.«

Der Verweis auf die »sehr wohlhabende Umgebung« überrascht, wurde doch gemeinhin der Kreis Deutsch Krone zu den ärmeren Gebieten Preußens gezählt. Noch im Rechnungsjahr 1883/84 lagen die Steuereinnahmen in den Landgemeinden des Kreises unter dem ohnehin sehr niedrigen westpreußischen Durchschnitt von 2,83 Mark, und selbst in der Kreisstadt wurden nur 4,44 Mark pro Kopf der Bevölkerung erhoben. In Marienwerder waren es aber 8,60, in Bromberg 8,87, in Breslau 12,52 und in Köln 17,55 Mark!33W. Vallentin: Westpreußen seit den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts, Tübingen 1893, S. 167 f.

Emanzipation von Volger & Klein – Garms Anzeige im Börsenblatt vom 18. November 1868

Allerdings bestand im Kreis tatsächlich ein durchaus wohlhabendes Milieu aus Gutsbesitzern und Beamten. Deutsch Krone war nicht nur der Sitz des Landratsamts, hier gab es zudem ein Hauptsteueramt, eine Postdirektion, ein Landwehrbezirkskommando, ein Amtsgericht und ein königliches (Pro-) Gymnasium. Das Personal dieser Behörden brachten allein ein Drittel der kommunalen Steuern auf.34Vierter Bericht der Kommission für das Unterrichtswesen über Petitionen. In: Sammlung sämmtlicher Drucksachen des Hauses der Abgeordneten aus der ⅩⅤ. Legislaturperiode, Ⅰ. Session 1882/83, Band Ⅲ, Drucksache 151, Berlin 1883, S. 3. Offenbar hatte Garms als Klientel für seine Buchhandlung vor allem dieses Milieu im Blick, während er die einkommensschwache und eher bildungsferne35Noch 1870 verfügten 15 Prozent der gemusterten Rekruten des westpreußischen Regierungsbezirks Marienwerder über keinerlei Schulbildung. B. Martiny: 50 Jahre der Landwirthschaft Westpreußens, Danzig 1872, S. 120. Mittel- und Unterschicht der Kreises weitgehend ignorierte.

Als Zeugen für seine eigene Solvenz benannte Garms den Bankier F. Fetschow & Sohn in Berlin, als Kommissionshändler in Leipzig die renommierte Buchgroßhandlung von Friedrich Volckmar. Die Trennung von »Volger & Klein« hatte vielleicht Franz Garms initiiert, der älteste Sohn von Peter Garms. Franz Garms wurde am 18. März 1841 in Deutsch Krone geboren, war gelernter Buchhändler und übernahm zum 1. Oktober 1869 die Leitung des Unternehmens.36Berufsjubiläum. In: Börsenblatt, Nr.241 vom 16.10.1905, Seite 9292. Im November des Jahres heiratete er in Deutsch Krone Clara Schleusener (1844-1873), die Tochter des Gutsbesitzers Hermann Schleusener in Neu Freudenfier [heute: Nowa Szwecja].37Familien-Nachrichten. In: National-Zeitung, Nr. 535, Berlin, 16.11.1869, Drittes Beiblatt, S. [2]. Aus der Ehe sind drei Kinder bekannt: Die Söhne Paul Erich (187038Urząd Stanu Cywilnego w Wałczu: Akta zbiorcze urodzen poniemieckie (1868-1905). In: Archiwum Państwowe w Koszalinie Oddział w Szczecinku, Signatur: 28/227/0/080, S. 203/204.-1951) und Georg Franz (geb. 187239A. a. O., S. 266/277.) sowie die Tochter Clara Fanny (geb. 1873), die 1898 den Druckereibesitzer Hellmuth Bernstein aus Samter [heute: Szamotuły] heiratete.[/mfn]Urząd Stanu Cywilnego w Wałczu: Akta zbiorowe małżeństwa Nr. 1-54 (1898), In: Archiwum Państwowe w Koszalinie Oddział w Szczecinku, Signatur: 28/227/0/026, S. 404-411.[/mfn] Der Sohn Paul Erich Garms begründete um das Jahr 1900 in Leipzig die Reformhaus-Kette »Thalysia«, die ab 1920 auch mit einem eigenen Verlag verbunden war. Er war ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann.40Zur »Thalysia« siehe auch die Firmengeschichte in: https://www.leipziger-industriekultur.de/thalysia/, besucht am 18.01.2025.

Aber zurück in die 1860er Jahre … – Offenbar zog sich der Firmengründer Peter Garms nicht gleich in den Ruhestand zurück, sondern wirkte weiter als Güteragent. In den Jahren 1868 und 1869 bewarb er in verschiedenen Zeitungen den »reelen Verkauf« von Gütern und Rittergütern in den Kreisen Deutsch Krone, Flatow und Schlochau [heute: Człuchów] zu einem Preis von 36 000 Talern aufwärts.41Über verkäufliche Landgüter. In: Norddeutsche Landwirthschaftliche Zeitung, Nr. 29, 1869, zitiert nach: J. Breuker: Buer et is Tied! Ein Mahnwort. Dülmen 1869, S. 25. und Reeller Verkauf von Ritter- etc. Gütern. In: National-Zeitung, Nr. 305, Berlin, 3.07.1868, 2. Beiblatt, S. [4].

Im Jahr 1870 wurde die Druckerei von Franz Garms in einem »Reise-Taschen-Buch für die Buchdrucker« erwähnt. Es heißt dort, der Betrieb sei die einzige Buchdruckerei am Ort, wandernden Buchdruckern werde ein Zehrgeld (Viaticum) von fünf Silbergroschen gewährt, in der Stadt sei der Gasthof von Eduard Haedke empfehlenswert, in der Umgebung lohne sich der Besuch des »städtische[n] Buchwald[s] mit seinen reizenden Partien«.42A. Horn: Erstes Reise-Taschen-Buch für die Buchdrucker in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz, Zittau 1870, S. 18. Das Zehrgeld von fünf Silbergroschen war im Branchenvergleich niedrig bemessen: Harich in Marienwerder zahlte zehn Silbergroschen, Wernich in Elbing [heute: Elbląg] ebenfalls.43A. a. O., S. 54 bzw. S. 19.

Da Deutsch Krone bis 1881 über keinen Bahnanschluss verfügte, wurden alle Lieferungen für die Garms’sche Buchhandlung über die Ostbahn nach Schönlanke [heute: Trzcianka] expediert und dort auf Pferdefuhrwerke verladen. Wie ein Vorfall aus dem Jahr 1873 zeigt, war dieser Transportweg nicht nur umständlich, sondern auch störanfällig. Kurz vor Weihnachten kam eine umfangreiche Warensendung, die Leipzig am 12. Dezember verlassen hatte, bei der »Güter-Expedition zu Schönlanke auf unbegreifliche Weise leider abhanden. […] Der uns hierdurch erwachsene Schaden ist nicht unbeträchtlich«, teilte der Verlag im »Börsenblatt« mit.44Eilballen verloren. In: Börsenblatt, Nr.301 vom 31.12.1873, Seite.4868.

Notiz über den verlorenen »Eilballen« im Börsenblatt vom 31. Dezember 1873

Nach dem Tod der ersten Ehefrau heiratete Franz Garms im August 1875 in Stettin Louise Politz (18501-1929), die hinterbliebene Tochter des dortigen Bürgers und Weinhändlers Paul Politz (1806-1854).45Evangelische St. Jacobi Gemeinde Stettin: Tauf-Register (1849-1852/1867). In: https://familysearch.org/ark:/61903/3:1:3Q9M-CSWM-7S3L-P?cc=3015626, S. 91, besucht am 18.01.2025. Aus dieser Ehe sind drei Kinder bekannt: Die Töchter Margarete (geb. 187746Urząd Stanu Cywilnego w Wałczu: Akta zbiorowe małżeństwa Nr. 1-33 (1902), In: Archiwum Państwowe w Koszalinie Oddział w Szczecinku, Signatur: 28/227/0/030, S. 161-195. Die mit Gerhard Bergmann 1902 geschlossene Ehe wurde 1911 in Dresden geschieden.) und Hedwig Maria (geb. 188047Urząd Stanu Cywilnego w Wałczu: Akta zbiorowe małżeństwa Nr. 1-28 (1899), In: Archiwum Państwowe w Koszalinie Oddział w Szczecinku, Signatur: 28/227/0/027, S. 128-153. Die mit Karl Plenz 1899 geschlossene Ehe wurde 1907 in Berlin geschieden.) und der Sohn Walter (1883-1946). Die beiden Töchter lebten später in Dresden bzw. Berlin, der Sohn Walter in Leipzig. Zwei weitere Kinder starben sehr früh.48R. Mays: Stammbaum Franz George Wilhelm Garms. In: https://www.ancestry.de/family-tree/person/tree/111499045/person/330090438816/facts, besucht am 18.01.2025.

Im Jahr 1877 gab Franz Garms die erste Ausgabe der »Deutsch-Kroner Zeitung« heraus, die sich rasch zum wichtigsten Produkt des Unternehmens entwickelte.49In der Literatur findet sich häufig das Gründungsjahr 1878, aber der Verlag selbst nannte stets 1877 (Anzeige. In: Zeitungs-Katalog, Annoncen-Expedition Rudolf Mosse, 46. Auflage, Berlin 1913, S. 140) bzw. sogar – unter Einbeziehung des »Herold« – 1839 (Deutsch Kroner Zeitung, Nr. 10 vom 12.01.1928, Titelseite). Anders als der »Herold« oder der »Stadt- und Landbote« war die »Deutsch-Kroner Zeitung« ein politisches Organ, das den Anspruch hatte, über alle Themen der Zeit zu berichten. Das Blatt erschien zunächst drei Mal wöchentlich und erreichte 1885 eine Auflage von 1200 Exemplaren.50Die deutsche Presse. Verzeichnis der im Deutschen Reiche erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften, 1. Band, Forbach 1885, S. 45. Die Ausrichtung der Zeitung war freikonservativ, was zweifellos den Erwartungen der lokalen Eliten entsprach, die den Schwerpunkt der Leserschaft bildeten. Bei der Zeitungsgründung zahlten sich die guten Beziehungen zu den lokalen Institutionen aus, die Garms als langjähriger Verleger des »Kreisblatts« hatte. Die städtischen Behörden und Amtsgerichte nutzten die »Deutsch-Kroner Zeitung« bald als offizielles Publikationsorgan, was die Relevanz des Blattes weiter steigerte.51Siehe dazu Einladung zum Abonnement. In: Danziger Neueste Nachrichten, Ⅳ. Jahrgang, Nr. 223 vom 23.09.1897, S. 10.

Es ist gewiss kein Zufall, dass Garms seine Zeitung gerade im Jahr 1877 begründete. Im selben Jahr entstand in Deutsch Krone eine staatliche Baugewerkschule, von der sich die städtischen Honoratioren viel erhofften: Die von November 1877 ab erwarteten rund 120 Bauschüler sollten die Geschäftstätigkeit in der Stadt beleben und die Mieteinnahmen der Hausbesitzer erhöhen.52Vierter Bericht der Kommission für das Unterrichtswesen … a. a. O., S. 6. Dort auch die folgenden Angaben. Die Erwartungen erfüllten sich jedoch nur teilweise. Im Jahr 1882 wurde der tatsächliche Reingewinn für die Vermieter, Gastwirte, Kauf­leute und Handwerker auf rund 10 000 Mark im Jahr geschätzt, dem aber hohe Unterhaltsleistungen der Kommune gegenüberstanden. Die Schule wurde zu jener Zeit von 115 Schülern besucht, von denen nur vier aus dem Kreis Deutsch Krone stammten.

Anmerkungen

  • 1
    Die Zahl der Neuerscheinungen stieg in Deutschland von 2529 (1814) auf 8737 (1850), in Frankreich von 2126 (1817) auf 7208 (1850) und in England von 842 (1828) auf 4400 (1850). Buchhandel. In: Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände, Band 3, Leipzig 1851¹⁰, S. 394.
  • 2
    R. Schenda: Volk ohne Buch. Studien zur Sozialgeschichte der populären Lesestoffe 1770-1900, Frankfurt/Main 1988³, S. 444 f.
  • 3
    Als Gründungsdatum wird im Allgemeinen Adressbuch für den Deutschen Buchhandel, 33. Jahrgang, Leipzig 1871, S. 84 der 15. August 1838 genannt.
  • 4
    Anzeige. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel [Hrsg. von den Deputirten des Vereins der Buchhändler in Leipzig, Nr. 79 vom 4.09.1838, Spalte 1815. – Im Folgenden zitiert als Börsenblatt mit Nummer, Datum und Spalten- bzw. Seitenzählung.
  • 5
    G. Eichhorn: Geschichte des Zeitungswesens im deutschen Ostraum zwischen Frankfurt a. O. und Danzig, Dresden 1939, S. 53 ff.
  • 6
    Kreisblatt des Königl. Preussischen Landraths-Amtes zu Deutsch-Crone. In: https://zdb-katalog.de/title.xhtml?idn=016409590, besucht am 14.01.2025.
  • 7
    Verzeichniß der im deutschen Buchhandel erschienen Neuigkeiten. In: Börsenblatt, Nr. 51 vom 28.05.1839, Spalte 1088.
  • 8
    Allgemeines Deutsches Bücher-Lexikon [Hrsg.: O. A. Schulz], Band 2, Leipzig 1849, S. 405.
  • 9
    Allgemeine Bibliographie für Deutschland, 5. Jahrgang, Nr. 33, Leipzig, 14.08.1840, S. 439 u. 5. Jahrgang, Nr. 37, Leipzig, 11.09.1840, S. 525.
  • 10
    Zu der öffentlichen Prüfung aller Klassen des Königl. Progymnasiums zu Deutsch-Crone …, Deutsch Crone 1839 u. Jahresbericht über das Königl. Progymnasium in Dt. Crone, Deutsch Crone 1840.
  • 11
    [I. Bocheński]: Historische Notiz über die Vorzeit des Dt. Croner- und des Netz-Districts. In: Der Herold, 2. Jahrgang, Nr. 4 vom 25.01.1840 bis Nr. 36 vom 5.09.1840.
  • 12
    Vermischte Anzeigen. In: Börsenblatt, Nr. 25 vom 27.03.1840, Spalte 638.
  • 13
    Verzeichnis der Sammlungen des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Teil Ⅱ, Leipzig 1897, S. 512.
  • 14
    Als Übergabedatum an Garms wird im Allgemeinen Adressbuch für den Deutschen Buchhandel, 33. Jahrgang, Leipzig 1871, S. 84 der 1. April 1840 genannt, aber der Jahresbericht über das Königl. Progymnasium in Dt. Crone für 1840 wurde noch bei W. Schultz gedruckt. Ist diesem ist die Schulchronik bis 10. September 1840 enthalten.
  • 15
    T. Clark: Stammbaum Peter Augustus Garms. In: https://www.ancestry.de/family-tree/person/tree/170074590/person/382205321690/facts, besucht am 14.01.2025.
  • 16
    Anzeige der Witwe Kersten aus Dramburg. In: Öffentlicher Anzeiger zum Amtsblatt der Königl. Regierung zu Cöslin, Jahrgang 25, Nr. 46 vom 18.11.1840 S. 344.
  • 17
    Deutscher Zeitungs-Katalog, Leipzig 1845, S. 83. Die Auflage des Kreisblattes wird dort mit 215 Exemplaren angegeben.
  • 18
    Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft. In: Beilage zum öffentlichen Anzeiger des Amtsblatts [der königl. Regierung zu Marienwerder], Nr. 46 vom 17.11.1847, S. 587 f.
  • 19
    Rittergüter. In: Öffentlicher Anzeiger zum Amtsblatt der Königl. Regierung zu Cöslin, Nr. 38 vom 17.09.1851, S. 605
  • 20
    J. P. Thun: Verzeichniß neuer Bücher, 2. Jahrgang, erste Hälfte, Landshut 1844, S. 64.
  • 21
    Rezension in Evangelische Kirchen-Zeitung, Nr. 64, Berlin, den 9.08.1845, Spalte 601-605.
  • 22
    Tagesliteratur. In: Blätter für literarische Unterhaltung, Nr. 110, Leipzig, den 8.05.1849, S. 440.
  • 23
    Online unter https://books.google.pl/books?id=teJLAAAAcAAJ, aufgerufen am 12.01.2024.
  • 24
    Ebenda, S. 18 f.
  • 25
    Königlich Privilegirte Berlinische Zeitung, Nr. 220 vom 21.09.1848, 1. Beilage, S. [3].
  • 26
    Deutscher Zeitungs-Katalog, Leipzig 1848, S. 85.
  • 27
    Bei H. Engler: Übersicht der gelesensten Zeitungen und Lokalblätter des In- und Auslandes, Leipzig [1864] wird für den Verlagsort Deutsch-Crone allein das Kreisblatt mit einer Auflage von 250 Exemplaren aufgeführt.
  • 28
    O. A. Schulz: Allgemeines Adressbuch für den Deutschen Buchhandel, Leipzig 1852, S. 187.
  • 29
    Journal Ⅱ. 355. In: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der durch die Allerhöchste Verordnung vom 2. November 1850 einberufenen Kammern. Zweite Kammer, Band 4, Berlin 1851, S. 871. Dort auch die folgenden Zitate.
  • 30
    Personalchronik. In: Amtsblatt der königl. Regierung zu Marienwerder, Nr. 1 vom 5.01.1853, S. 4.
  • 31
    M. Kreutzberger: Leo Baeck Institute New York, Bibliothek und Archiv, Katalog, Band 1, Tübingen 1970, S. 251.
  • 32
    Anzeige. In: Börsenblatt, Nr. 268 vom 18.11.1868, Seite 3229. Dort auch das folgende Zitat.
  • 33
    W. Vallentin: Westpreußen seit den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts, Tübingen 1893, S. 167 f.
  • 34
    Vierter Bericht der Kommission für das Unterrichtswesen über Petitionen. In: Sammlung sämmtlicher Drucksachen des Hauses der Abgeordneten aus der ⅩⅤ. Legislaturperiode, Ⅰ. Session 1882/83, Band Ⅲ, Drucksache 151, Berlin 1883, S. 3.
  • 35
    Noch 1870 verfügten 15 Prozent der gemusterten Rekruten des westpreußischen Regierungsbezirks Marienwerder über keinerlei Schulbildung. B. Martiny: 50 Jahre der Landwirthschaft Westpreußens, Danzig 1872, S. 120.
  • 36
    Berufsjubiläum. In: Börsenblatt, Nr.241 vom 16.10.1905, Seite 9292.
  • 37
    Familien-Nachrichten. In: National-Zeitung, Nr. 535, Berlin, 16.11.1869, Drittes Beiblatt, S. [2].
  • 38
    Urząd Stanu Cywilnego w Wałczu: Akta zbiorcze urodzen poniemieckie (1868-1905). In: Archiwum Państwowe w Koszalinie Oddział w Szczecinku, Signatur: 28/227/0/080, S. 203/204.
  • 39
    A. a. O., S. 266/277.
  • 40
    Zur »Thalysia« siehe auch die Firmengeschichte in: https://www.leipziger-industriekultur.de/thalysia/, besucht am 18.01.2025.
  • 41
    Über verkäufliche Landgüter. In: Norddeutsche Landwirthschaftliche Zeitung, Nr. 29, 1869, zitiert nach: J. Breuker: Buer et is Tied! Ein Mahnwort. Dülmen 1869, S. 25. und Reeller Verkauf von Ritter- etc. Gütern. In: National-Zeitung, Nr. 305, Berlin, 3.07.1868, 2. Beiblatt, S. [4].
  • 42
    A. Horn: Erstes Reise-Taschen-Buch für die Buchdrucker in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz, Zittau 1870, S. 18.
  • 43
    A. a. O., S. 54 bzw. S. 19.
  • 44
    Eilballen verloren. In: Börsenblatt, Nr.301 vom 31.12.1873, Seite.4868.
  • 45
    Evangelische St. Jacobi Gemeinde Stettin: Tauf-Register (1849-1852/1867). In: https://familysearch.org/ark:/61903/3:1:3Q9M-CSWM-7S3L-P?cc=3015626, S. 91, besucht am 18.01.2025.
  • 46
    Urząd Stanu Cywilnego w Wałczu: Akta zbiorowe małżeństwa Nr. 1-33 (1902), In: Archiwum Państwowe w Koszalinie Oddział w Szczecinku, Signatur: 28/227/0/030, S. 161-195. Die mit Gerhard Bergmann 1902 geschlossene Ehe wurde 1911 in Dresden geschieden.
  • 47
    Urząd Stanu Cywilnego w Wałczu: Akta zbiorowe małżeństwa Nr. 1-28 (1899), In: Archiwum Państwowe w Koszalinie Oddział w Szczecinku, Signatur: 28/227/0/027, S. 128-153. Die mit Karl Plenz 1899 geschlossene Ehe wurde 1907 in Berlin geschieden.
  • 48
    R. Mays: Stammbaum Franz George Wilhelm Garms. In: https://www.ancestry.de/family-tree/person/tree/111499045/person/330090438816/facts, besucht am 18.01.2025.
  • 49
    In der Literatur findet sich häufig das Gründungsjahr 1878, aber der Verlag selbst nannte stets 1877 (Anzeige. In: Zeitungs-Katalog, Annoncen-Expedition Rudolf Mosse, 46. Auflage, Berlin 1913, S. 140) bzw. sogar – unter Einbeziehung des »Herold« – 1839 (Deutsch Kroner Zeitung, Nr. 10 vom 12.01.1928, Titelseite).
  • 50
    Die deutsche Presse. Verzeichnis der im Deutschen Reiche erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften, 1. Band, Forbach 1885, S. 45.
  • 51
    Siehe dazu Einladung zum Abonnement. In: Danziger Neueste Nachrichten, Ⅳ. Jahrgang, Nr. 223 vom 23.09.1897, S. 10.
  • 52
    Vierter Bericht der Kommission für das Unterrichtswesen … a. a. O., S. 6. Dort auch die folgenden Angaben.

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